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Dienstag, 13. Oktober 2009

Tochter von Ahmadinejad-Berater macht Film über Folter und beantragt Asyl in Deutschland

Veröffentlicht auf Haaretz.com von Associated Press am 13.10.2009
Quelle (Englisch): http://www.haaretz.com/hasen/spages/1120787.html
Übersetzung aus dem Englischen: Julia
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Die Tochter des Chefberaters von Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat in Deutschland Asyl beantragt. Dies teilten die Organisatoren eines Filmfestivals mit, an dem sie am Dienstag teilgenommen hatte.

Wie der Sprecher des Nürnberger Filmfestivals für Menschenrechte Matthiasa Rued mitteilte, reichte Narges Kalhor
, die Tochter von Ahmadinejads Berater für Kultur und Medien, ihren Asylantrag in Süddeutschland ein. Ihr Vater, Mehdi Kalhor, gilt seit Anfang dieses Jahrzehnts als naher Verbündeter Ahmadinejads.

In einem Interview mit ihrer Filmkollegin Hana Makhmalbaf, das am Montag auf YouTube eingestellt wurde, sagte Narges Kalhor, sie glaube nicht, dass ihr Vater von ihren Plänen wisse.

"Ich bin sicher, dass er meinen Film nicht gesehen hat und nichts über das Festival weiß, oder darüber, wo ich bin", sagte sie. "Ich bin aus eigenem Willen hier, wegen des Kinos, und ich muss weitermachen."

Narges Kalhor hatte an dem Nürnberger Filmfestival teilgenommen, um ihren Film Darkhish ("Der Rechen") vorzustellen, der die Anwendung von Folter und die Barbarei des Totalitarismus anprangert.

Mehdi Kalhor sagte der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA gegenüber, er wisse nichts Genaueres über die Filme seiner Tochter oder über ihre Pläne, das Land zu verlassen.

Er beschuldigte die iranische Opposition, sie bei ihren Versuchen unterstützt zu haben, die Regierung herauszufordern.

"Diese Angelegenheit ist ein Symbol für den sanften Krieg und Medienkrieg, den die Opposition begonnen hat", zitierte die Nachrichtenagentur Mehdi Kalhor.

Weiter sagte er IRNA gegenüber, er habe sich vor einem Jahr von Narges' Mutter scheiden lassen, weil Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen bestünden. Sie sei eine vehemente Gegnerin Ahmadinejads. Narges hatte bei ihrer Mutter gelebt.

Das Video zeigt Narges Kalhor, die ihre Unterstützung für die Opposition mit einem grünen Schal zeigt, den sie um den Hals trägt; Grün ist die Farbe der Opposition.

Sie sagte, dass sie und ihr Vater unterschiedliche Ansichten hätten, sie hoffe aber dennoch, dass er sie unterstützen und vielleicht sogar seine Meinung ändern werde.

"Ein Mensch kann sich in jedem Moment ändern", sagte Narges Kalhor. "Jederzeit kann ein Mensch Momente der Stille erleben und sich Gedanken über den richtigen Weg machen."

Sie fuhr fort: "Ein wenig Einsamkeit reicht schon, um einem die Augen für die Welt zu öffnen, und wir können entscheiden, ob dies der richtige Weg ist - der Weg, den diese Millionen Menschen eingeschlagen haben, die auf die Straße gingen und Freiheit forderten."

Montag, 12. Oktober 2009

Oppositionsführer: Der Widerstand des Volkes wird weitergehen

Veröffentlicht auf radiozamaaneh.com am 11. Oktober 2009
Quelle: http://www.zamaaneh.com/enzam/2009/10/opposition-leader-declare.html
Übersetzung: Julia
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Der frühere iranische Präsident Mohammad Khatami sprach heute über die "Grüne Bewegung", die zu einem Symbol für die jüngsten Proteste und Forderungen nach Reformen geworden ist. "Seien Sie sicher, dass es für diese Bewegung kein zurück gibt. Wir stehen noch immer zu unseren Hauptforderungen."

In seiner Rede während eines Besuchs in Yazd betonte Khatami: "Heute versucht eine dogmatische, gewalttätige und irregeleitete Bewegung ("movement") jeden auszuschließen, den sie nicht billigt. Es ist schade, dass diejenigen, die an die Islamische Republik glauben, Schwierigkeiten haben, sich offen zu äußern."

Der Reformpolitiker erklärte nochmals seine Unterstützung für die "Millionen", die auf die umstrittene Wiederwahl Mahmoud Ahmadinejads mit zivilen Protesten reagiert hatten. Er fügte hinzu, die legitimen Proteste als Aufstände zu bezeichnen stelle "eine größtmögliche Verleumdung" der Menschen dar.

Khatami reagierte damit auf Äußerungen von Hardlinern wie Ahmad Khatarmi und dem Oberbefehlshaber der bewaffneten Streitkräfte Generalmajor Firouzabadi, die beide behaupten, dass die Reformbewegung versucht, den islamischen Aspekt des Systems zu beseitigen. Er erklärte: "Der vorherrschende Geist unseres Volkes ist islamisch. Daher wird keine Bewegung in unserem Land die Oberhand gewinnen, die den Grundsätzen unserer Kultur nicht treu bleibt, und diese Grundsätze sind voll und ganz islamisch."

Zu den Zusammenstößen zwischen bewaffneten Streitkräften und Demonstranten sagte Khatami: "Es ist nicht möglich, das System mit Waffengewalt über einen längeren Zeitraum hinweg zu schützen. Wenn wir uns den Forderungen der Menschen anschließen, werden wir unsere Ziele schneller und zu einem geringeren Preis erreichen. Die Proteste der Menschen werden so oder so nicht aufhören."

Nach der Wiederwahl von Mahmoud Ahmadinejad hatten die übrigen Kandidaten seinen Wahlsieg angefochten, und es hatte aus Protest gegen Wahlbetrug landesweite Demonstrationen gegeben. Die Demonstrationen wurden von den bewaffneten Streitkräften gewaltsam niedergeschlagen, wobei Dutzende getötet und Tausende verhaftet wurden.

Das politische Establishment des Landes hatte die Proteste verurteilt und als Verschwörung dargestellt, die dazu diene, das System zu stürzen. Oppositionsführer, darunter Mohammad Khatami, haben wiederholt erklärt, dass ihre Forderungen der Verfassung enstprechen und voll und ganz mit dem System der Islamischen Republik in Einklang stehen.

Freitag, 9. Oktober 2009

Brief von Mohammad Karroubi als Reaktion auf Ahmadinejads Interview mit PBS

Quelle (Englisch): http://www.sidewalklyrics.com/?p=1822
Übersetzung ins Englische: Pedestrian, veröffentlicht am 8. Oktober 2009
außerdem veröffentlicht bei http://persian2english.wordpress.com/2009/10/09/karoubis-letter-to-irib/
Übersetzung ins Deutsche: Julia
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(Anmerkung: Dieser Brief wird Mehdi Karroubi zugeschrieben, ist aber von Mohammad Taqi Karroubi unterschrieben)

Karroubis Brief als Reaktion auf Ahmadinejads Interview mit PBS, das heute veröffentlicht wurde.

Von Mashrotenews

——————-

Im Namen Gottes,

[Gedicht: wenn die ersten Steine einer Mauer schief liegen, wird die ganze Mauer schief]

Lieber Bruder, Herr Zarghami,
Ehrenwerter Direktor der IRIB

Grüße,

Wie Ihnen sicher bekannt ist, ist das Interview von Charlie Rose mit Herrn Ahmadinejad am Dienstag auf Kanal 1 [IRIB1] gesendet worden.

Als die Ereignisse nach der Wahl zur Sprache kamen, wies der Gastgeber dieses amerikanischen Fernsehkanals auf das Thema der Vergewaltigungen in Gefängnissen hin. Die Antwort von Herrn Ahmadinejad war, dass es Herr Karroubi gewesen sei, der diese Behauptungen aufgestellt hat und der, als das dreiköpfige Komitee der Justiz seine Behauptungen widerlegte, sehr ärgerlich wurde und nichts weiter dazu vorlegen konnte.

Es ist ziemlich unglücklich, dass die Kultur des Lügens zu einem festen Bestandteil der Exekutive geworden ist. Ich weiß nicht, was New York an sich hat, dass es diese persönliche Eigenschaft (des Lügens) des Präsidenten gleich zwei Mal zum Vorschein bringt.

Es ist ebenfalls unglücklich, dass der Rundfunk der Islamischen Republik in ein Medium zur Verbreitung dieser widerwärtigen Kultur (des Lügens) geworden ist, mit dem Ergebnis, dass die Menschen diesem öffentlichen Medium nicht genug vertrauen.

Karroubi widerspricht im Folgenden Ahmadinejads Behauptungen und stellt klar, was das Anliegen des iranischen Volkes ist:

“Ich möchte, dass das geschätzte Volk weiß, dass ich äußerst schockierende Nachrichten über den Zustand der Kinder dieses Landes erhalten habe, die legalen und in illegalen Haftanstalten waren, nur weil sie ihre gesetzlichen Rechte eingefordert haben. Es war meine religiöse, gesetzliche, nationale und menschliche Verpflichtung, mich zu Wort zu melden und nicht zuzulassen, dass es in der Islamischen Republik zur Norm wird, die Rechte der Menschen zu verletzen und ihre Ehre mit Füßen zu treten.

Nachdem die Mitglieder der Justizkommission bekannt gegeben worden waren, hatten wir einige produktive Treffen, und ich habe ihnen meine Dokumentationen ausgehändigt, weil ich darauf vertraut habe, dass diese Personen die Fälle verfolgen und die Verantwortlichen bestrafen wollten. Doch anstatt dass die Fälle untersucht wurden, wurde ich plötzlich auf hinterhältige Weise angegriffen, mein persönliches Büro und das Büro meiner Partei Etemaad-e Melli wurden geschlossen, und eine weitere Kopie meiner Dokumente befand sich in den Händen der Behörden. Die Anklagen, die in dem Interview [von Ahmadinejad] erhoben werden, sind reine Lügen, und ich verfolge noch immer aktiv diese Fälle, die das Gewissen eines jeden freien Menschen schmerzen. Ich fordere die sogenannten nationalen Medien auf, mir oder einem meiner Vertreter ein Drittel der Zeit zur Verfügung zu stellen, die sie diesen Justizbeamten gegeben haben, damit ich dem Volk das Ausmaß dieser Gräueltaten aufzeigen kann. So dass die Nation, die eigentlichen Besitzer dieses Landes, die Position der Geschworenen einnehmen und über meine und Ihre Worte richten können. Der verstorbene Imam [Khomeini] hat gesagt, er würde sein Leben für die Menschen dieses Landes opfern. Warum also werden eben diese Menschen nun als Außenseiter angesehen, und warum haben sie nicht das Recht, zu hören, was durch ihr eigenes Medium mit ihren eigenen Kindern geschehen ist?"

Herr Zarghami,

Ich weiß, dass Sie ein ehrlicher, intelligenter Mensch sind. Das ist der Grund, warum ich Ihnen empfehle, diese hohe Mauer des Misstrauens einzureißen, die zwischen dem Volk und ihren nationalen Medien aufgebaut wurde, die heute eher an persönliche Medien der Behörden erinnern. Das Interesse der Menschen und der Nation ist, über Ereignisse informiert zu werden. Und es gibt dieser Tage niemanden, der nicht darüber Bescheid weiß, denn die vorhandenen Technologien haben, allen Bemühungen zum Trotz, die Grenzen durchbrochen, und die Menschen haben Zugang zu Informationen.

Ich bitte Gott um Ihre Gesundheit und Ihr Wohlergehen.
Mit Dank,
Mohammad Taqi Karoubi

Dienstag, 6. Oktober 2009

Ahmadinejads Vize ist ein Betrüger

Quelle (Englisch) http://english.mowjcamp.com/article/id/42599
Veröffentlicht auf english.mowjcamp am 2. Oktober 2009
Übersetzung: Julia
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Ein Bericht von Mowjcamps persischsprachigem Dienst hat weitere Korruptionsskandale in der neuen Regierung entlarvt. Dieses Mal ist der neue Vizepräsident Ahmadinejads, Mohammad Reza Rahimi betroffen, ein Mann, der für historische Speichelleckerei steht, dessen Name immer dann genannt wird, wenn Korruption aus der Zeit nach dem achtjährigen Krieg mit Irak zur Sprache kommt.

Mowjcamps neuester Sonderbericht ist der Rolle gewidmet, die Ahmadinejads neuer erster Vizepräsident Mohammad Reza Rahimi in vielen Korruptionsfällen spielte.

Die Fälle beziehen sich auf verschiedene Perioden, in denen Rahimi Ämter in den Regierungen von Ahmadinejad und Rafsanjani, im letzten Parlament und an der Azad-Universität unter Jaspi innehatte.

Bereits zuvor hatten mehrere Berichte verschiedener Nachrichtenquellen, darunter auch unserer, auf Fälle von Betrug und Plagiaten von Ahmadinejads Ministern hingewiesen. In diesem Fall hat Rahimi anscheinend zusätzlich zu seinen gefälschten akademischen "Referenzen" auch noch eine Karriere administrativer Korruption vorzuweisen.

In dem Bericht wird vermutet, dass er sich während seiner Amtszeit in der Stadt Sanandaj Grundstücke einer Universität angeeignet hat. Später, in der zweiten Amtszeit von Präsident Rafsanjani in den frühen Neunzigern, nahm er den Gouverneursposten für die Provinz Kurdistan an. Wie regierungstreue Quellen mitteilen, hatte Rahimi während eines Besuchs von Rafsanjani in seiner Provinz veranlasst, dass die Bauern ihre Traktoren so aufstellten, dass sie Schriftzüge von Lobeshymnen an Rafsanjani bildeten. Bei derselben Gelegenheit küsste Rahimi sogar Rafsanjanis Hand. Bei den Präsidentschaftswahlen von 1997, als Mohammad Khatami Präsident wurde, war Rahimi ein entschlossener Gefolgsmann von Nategh Nouri - Khatamis Gegner - und in den auf diese Wahlen folgenden Jahren gab es eine Serie von Wahlbetrugsfällen, die mit ihm in Verbindung gebracht wurden.

Rahimi, der Rafsanjani während der Präsidentschaftswahlen von 2005 unterstützt hatte, wurde später der Chef des Überwachungsarms des Parlaments, war jedoch nicht überzeugt von Überwachungen und ließ alsbald seine persönlichen Freundschaften Einfluss auf seine Arbeit nehmen, die darin bestand, Korruption in der Regierung aufzudecken und zu verhindern. Ein Jahr nach der Wahl von Ahmadinejad in 2005 lud er ihn ein, eine Rede vor der Führungsriege der von ihm beaufsichtigten Büros zu halten. Bei diesem treffen überraschte Rahimi sämtliche Anwesenden mit dem öffentlichen Bekenntnis, er sei "bereit, auf jede erdenkliche Weise mit der Regierung zusammenzuarbeiten" und erklärte gar: "Bei unserem Treffen im vergangenen Jahr habe ich Statistiken von Unregelmäßigkeiten in Verbindung mit der letzten Regierung [Khatami] vorgelegt; bei dem heutigen Treffen werde ich derartige Statistiken [über Ahmadinejads Regierung] nicht präsentieren, und ich bin sicher, dass sich unter der neuen Regierung, die aus lauter hochwertigen Ministern und Managern besteht, die Zahl der Unregelmäßigkeiten drastisch reduzieren wird!"

Das Treffen ist geprägt von Gelöbnissen Rahimis, "Knoten in Angelegenheiten der Exekutive zu lösen" und dass es seine "tiefe Überzeugung" sein, dass er "mit dieser Regierung stärker als mit dem vorherigen Regierungen zusammenarbeiten" müsse, weiterhin sei er sicher, dass "diese Regierung sich dem Dienst verpflichtet" habe. In anderen Worten überreichte Rahimi Ahmadinejad die Aufsicht über das iranische Parlament, die dazu da ist, die Arbeitsweise der Regierung zu überwachen.

Rahimis Bewunderung für Ahmadinejad macht hier jedoch nicht Halt. Später bezeichnete er sein Büro als "Teil" der Regierung und erbot sich, mit dessen Hilfe alle Probleme in der "Exekutive" zu "lösen". Er fuhr fort, die Regierung anzupreisen, als sei er selbst Teil davon, und brüstete sich sogar mit Geschenken, die er auf Grund von Ahmadinejads Popularität und dessen Position gegen Amerika bei Reisen in die Türkei und nach Syrien erhalten hatte. "Wir wurden sogar zu Tee und Eiscreme eingeladen" und in den Straßen von Halab "Ihretwegen respektiert". Rahimi beherrscht die Praxis des Speichelleckens in Vollkommenheit, wenn er verspricht, sein "Büro" stehe Ahmadinejad "zu Diensten". "Wir werden an Ihrer Seite sein, und das mit voller Entschlossenheit."

“In der historischen Stadt Basra sagte ein Moslem zu mir, er sei überzeugt, dass, wenn nach Muhammad ein weiterer Prophet erscheinen sollte, dieser Prophet Ahmadinejad sei."

Doch es gibt noch mehr. Als Ahmadinejad sein Amt antrat, ernannte er Rahimi zum Vizepräsidenten in rechtlichen und parlamentarischen Fragen und erklärte bei seiner Amtseinführung, er habe eigentlich vorgehabt, ihm einen Posten im Innenministerium zu verchaffen, habe aber aufgrund großer Widerstände davon abgesehen. "Herr Rahimi hat der Regierung niemals Hindernisse in den Weg gestellt", sagte Ahmadinejad den Anwesenden gegenüber.

Als jedoch der Fälschungsskandal um den Doktorgrad von Ahmadinejads früherem Innenminister Ali Kordan zum Thema Nummer 1 der iranischen Politik wurde, war Rahimis Name wieder in aller Munde. Als Parlamentsmitglieder Kordans falschen Oxford-Abschluss enthüllten, versuchte Rahimi unerbittlich, die Opposition zu beruhigen und gab sogar der Nachrichtenagentur der Islamischen Republik IRNA ein Interview, in dem er behauptete, dass er einen Sondergesandten nach London geschickt habe, um die Fälschungsvorwürfe zu untersuchen; dieser habe festgestellt, dass sämtliche Dokumente über Kordans Abschluss in der Internet-Datenbank der Universität Oxford wieder aufgetaucht seien, woraufhin Kordans Abschlusszeugnis über die iranische Botschaft nach Teheran geschickt worden sei. "Ich habe die Dokumente persönlich gesehen!" Dieses Interview wurde von der IRNA-Webseite entfernt, nachdem die Fälschung von allen bestätigt worden war. Das "Dokument", das Rahimi gesehen hatte, wurde veröffentlicht, aber es war nichts weiter als ein gefälschtes Stück Papier voller Grammatik-, Schreib- und anderer Fehler. Rahimi versuchte daraufhin, Parlamentarier mit als "Finanzhilfe" deklarierten Zahlungen von jeweils annähernd 5000 $ zu bestechen, um sie davon abzuhalten, Kordans Amtsenthebung zu unterstützen. Dies wurde von anderen Parlamentsmitgliedern entdeckt, was zu Protesten gegen Rahimis Einmischung in die Angelegenheiten des Parlaments führte. Ahmadinejad jedoch wiederholte seine Unterstützung für seinen loyalen Diener.

Diese unglaubliche Unterstützung, die Rahimi Kordan zuteil werden ließ, weckte Verdacht bezüglich der Authentizität von Rahimis eigenem akademischen Grad, der dem von Kordan sehr ähnlich war, außerdem hatte auch er an einer Universität gelehrt.

Nach seiner Ernennung zum ersten Vizepräsidenten kam die Frage nach seinem akademischen Abschluss auf. EinParlamentarier zog es vor, Rahimis falschen Titel nicht zu kommentieren und sagte "ein Titel ist für das Amt des Vizepräsidenten dem Gesetz nach nicht erforderlich". Ein anderer erklärte, er werde sich "zu den Gründen seiner Unzulänglichkeit nicht öffentlich äußern." Ein weiterer führender Parlamentarier kommentierte die Angelegenheit mit den Worten: "Rahimi weiß selbst um seinen gefälschten Tite.l"

Rahimi wurde zwei Mal wegen Aneignung illegaler Gelder und illegalen Grundbesitzes vor Gericht bestellt, hat den Termin aber trotz Mahnung noch nicht wahrgenommen. Er ist noch immer auf freiem Fuß, so wie die vielen anderen Betrüger und Kriminellen in Ahmadinejads Regierung, die heute frei herumlaufen.

Angesichts der immer noch wachsenden langen Liste der Betrüger und Plagiatoren unter Ahmadinejads engsten Vertrauten bleibt nur noch die Frage: Wer ist der nächste?

(Update zu diesem Artikel: http://lilalinda-juliasblog.blogspot.com/2009/10/prinziplisten-reichen-beschwerde-gegen.html)

Sonntag, 4. Oktober 2009

Sabourjian: Ahmadinejad is victim of a campaign

Source (German): http://www.hagalil.com/archiv/2009/10/04/ahmadinidschad/
Published on hagalil.com on October 4, 2009

Allegations that Iran's president Mahmoud Ahmadinejad descended from a Jewish family that converted to Islam when he was four years old, was part of an "evil hypocritical campaign," said Menashe Amir, an Israeli expert on Iran ..

by Ulrich W. Sahm, Jerusalem, October 3, 2009

Even though he has retired a long time ago, Amir daily broadcasts in Persian from an Israeli radio station to Iran. According to Amir, the campaign was kicked off by Mehdi Khazali, son of the conservative Ayatollah Khazali, on his personal website and was picked up by various blogs in the Internet in January.

Amir accused the British newspaper "Daily Telegraph" of technical mistakes in the research for the report on the alleged Jewish past of the Iranian president. So, the previous family name Sabourjian has "absolutely nothing to do with Jews", said Amir. He further pointed out that Khazalis campaign against the Iranian president has even "anti-semitic features": "Ahmadinejad is so much hated in Iran today that his alleged Jewish ancestry will further fuel anti-Jewish feelings."

While the supposed Jewish ancestry of Ahmadinejad has so far only circulated on some rather untrustworthy internet blogs, the British "Daily Telegraph" as the first among respected and accepted media has picked up the story and referred to press photos showing Ahmadinejad's identity card. Thus, it was discovered that his original family name was "Sabourjiad" and had been changed. Out of this story was then composed the false theory of his Jewish ancestry.

The Israeli broadcast on Saturday reported the "fact" that Ahmadinejad had been born a Jew and that his family converted to Islam, as the leading story. Even after Amir had explained that the information was poorly researched and completely wrong, the message was still dispersed on the radio news.

The original link leading to Khazali's article on his private website, from which these claims had emanated, is not available anymore: href="http://www.drkhazali.com/articles-and-mails/397-1387-11-06-07-27-46.html

Donnerstag, 17. September 2009

Iranische Opposition fest entschlossen zu "grünem" Quds-Tag

Quelle (Englisch): http://iranquest.com/iranian-opposition-vows-to-turn-quds-day-green/
Übersetzung: Julia


17. September 2009










Der Gründer der Islamischen Republik, Ayatollah Rouhollah Khomeini, bestimmte den letzten Freitag im Ramadan zum Tag der Solidarität von Iranern und Muslimen mit dem palästinensischen Volk und ihrem Anliegen.

Dieses Jahr jedoch könnte der Quds-Tag ("Jerusalem-Tag") stattdessen die Risse wieder zum Vorschein bringen, die infolge der schweren politischen Krise im Iran entstanden sind.

Zwischen offiziellen Warnungen, den Quds-Tag nicht in einen Protest gegen Präsident Mahmoud Ahmadinejad zu verwandeln, dessen Wiederwahl zu massiven, gewalttätig niedergeschlagenen Straßenprotesten geführt hatte, haben drei führende Persönlichkeiten der Opposition angekündigt, dass sie sich an der Massenkundgebung für Palästina am 18. September beteiligen werden.

Die Oppositionsführer, die Präsidentschaftskandidaten Mir Hossein Mousavi und Mehdi Karroubi sowie der frühere Präsident Mohammad Khatami, nach deren Ansicht Ahmadinejads Wiederwahl auf massiven Wahlbetrug zurückzuführen ist, haben ihre Teilnahme an den Demonstrationen in Teheran angekündigt.

Diese Ankündigung ermutigt die Grüne Oppositionsbewegung und erhöht die Vorsicht der Behörden. Nächste Woche öffnen die Universitäten wieder, was zu vermehrten Protesten der Grünen Bewegung führen könnte. Außerdem erwarten Teheran heftige Proteste gegen Ahmadinejads Reise nach New York zur Teilnahme an der 64. Sitzung der UN-Generalversammlung nächste Woche.

Freitagsgebete

Im Moment liegt der Fokus jedoch auf dem Quds-Tag, für den die Behörden bereits Maßnahmen ergriffen haben, um erneute Proteste durch Anhänger von Mousavi und Karroubi zu verhindern.

Wie berichtet wird, haben die Behörden dem früheren Präsidenten Ali Akbar Hashemi Rafsanjani untersagt, das Freitagsgebet am Quds-Tag zu halten. Rafsanjani, der Unterstützung für die Oppositionsbewegung signalisiert hat, ist traditionsgemäß der Sprecher für den Quds-Tag. Er wurde durch den Hardliner Ahmad Khatami ersetzt; die Vorrede zum Gebet wird Ahmadinejad halten.

Die Webseite der Opposition "Mowjcamp" hat ein Statement veröffentlicht, in dem die Rede Ahmadinejads als "Geschenk an die Grünen" bezeichnet wird. In dem Statement wird vorgeschlagen, dass Oppositionsmitglieder die Rede nutzen können, um "Allah-u Akbar" und "Tod dem Diktator" zu rufen und zu zeigen, dass sie nicht für Ahmadinejad gestimmt haben.

Die Behörden, darunter auch der iranische Polizeichef Esmail Ahmadi Moghadam, haben die Opposition davor gewarnt, den Quds-Tag eskalieren zu lassen.

Am 11. September hatte Irans Oberster Führer Ayatollah Khamenei davor gewarnt, am Quds-Tag Spaltungen zu verursachen.
Er sagte, der Quds-Tag sei ein Symbol für die Einheit der iranischen Nation. "Seid wachsam, damit niemand die Feierlichkeiten am Quds-Tag dazu nutzt, Uneinigkeit zu stiften", fügte er hinzu.

Nichtsdestotrotz haben Oppositionsmitglieder geschworen, den Quds-Tag in die Farbe grün zu tauchen, die Farbe, die zu einem Merkmal aller Gegner des iranischen Präsidenten geworden ist. Auf einem der Poster, die vor dem Ereignis auf den Straßen zu sehen sind, heißt es: "Nicht für Gaza, nicht für Libanon - möge mein Leben für Iran geopfert werden".

Die Poster-Kampagne

Mohammad aus Teheran, ein Anhänger von Mousavis "Grünem Pfad der Hoffnung" sagte RFE/RL gegenüber, er plane, am Freitag an der Demonstration teilzunehmen, nicht um die Palästinenser zu unterstützen, sondern um Freiheit zu fordern. "Wir wollen Khamenei und anderen Führern zeigen, dass wir sie nicht unterstützen. Sie sollen sich vor der Welt nicht aufspielen", sagte er.

Der reformorientierte Journalist Mohammad Sadegh Javadi Hesar sagte Radio Farda gegenüber, die Opposition könnte den Quds-Tag nutzen, um ihre Widerstandsbereitschaft gegen den staatlichen Druck zu demonstrieren.

"Wenn die Menschen an diesem Tag klug und in Einheit auf den Plan treten, können sie ein weiteres Mal das Potential zeigen, das wir in Teheran und auch anderen Städten gesehen haben", sagte er in einem Telefon-Interview aus Mashhad.

In den letzten Tagen waren in mehreren Städten Flyer verteilt und Plakate geklebt worden, und es gab eine Online-Kampagne, mit der Iraner aufgerufen wurden, auf den Straßen zu protestieren.

Außerdem machte ein Video die Runde, auf der eine junge Frau zu sehen ist, die in einem Bus einen oppositionellen Flyer für den Quds-Tag vorliest. "Ich rufe alle Väter, Mütter und alle, die sich verantwortlich fühlen, zum Protest am Freitag, dem 18. September auf. Ich hoffe, euch alle am Freitag zu sehen", sagt sie.

Massenhafte Aufmärsche der Opposition würden das Risiko von Zusammenstößen mit Sicherheitskräften der Regierung erhöhen. Es gibt bereits Befürchtungen, dass die Regierung ihre Zivilpolizei einsetzen wird, um die Proteste der Opposition zu zerschlagen.

Das letzte Mal war die Opposition in so großer Zahl am 17. Juli auf die Straßen gegangen, als Rafsanjani das Freitagsgebet leitete. Zehntausende Menschen zog es auf die Straßen der Hauptstadt, wo sie Parolen gegen Ahmadinejad und Ayatollah Khamenei riefen.

Beobachter glauben, dass ein Massenprotest gegen Ahmadinejad am Quds-Tag eine weitere Niederlage für die Hardliner-Fraktion der iranischen Regierung sein könnte, die versucht hat, den Präsidenten zu legitimieren, indem sie Reformer und Intellektuelle für ihre angebliche Rolle bei den Unruhen nach der Wahl vor Gericht stellte und sie der Aufhetzung zu einer "Samtenen Revolution" beschuldigte.

Proteste der Grünen Bewegung würden außerdem die wachsende Kluft zwischen dem iranischen Establishment und einem großen Teil der Bevölkerung öffentlich demonstrieren. Ahmadinejad hat gesagt, seine Regierung sei die legitimste in den letzten zwanzig Jahren.

Diese Botschaft wird vielen Iranern und Rechtsaktivisten, die während seines Besuchs in New York am 23./24. September Proteste gegen den iranischen Präsidenten planen, schwer zu verkaufen sein.

Golnaz Esfandiari – Radio Free Europe
Lesen Sie hier den Original-Artikel von Radio Free Europe

Donnerstag, 27. August 2009

Beheshte Zahra July 13-15 - Deutsch

Quelle der englischen Übersetzung: http://minaakbari.wordpress.com/
Übersetzung Farsi-Englisch: Suzi Mansourian

Übersetzung Englisch-Deutsch: Julia


"Was geschah auf dem Behesht-e Zahra-Friedhof am 13., 14. und 15. Juli 2009?"

Ich bin Studentin an der Universität. Ein Mitglied meiner Familie arbeitet auf dem Behesht-e Zahra-Friedhof. Wir gehören einer wirtschaftlich schlecht gestellten Klasse an, und wir alle unterstützen Ahmadinejad (ob es euch gefällt oder nicht!) Aber wir glauben, dass es einen Wahlbetrug gegeben hat! Wir sind für die Regierung Ahmadinejad, weil sie alle Angestellten des Friedhofs (besonders uns) mit Wohnungen versorgt hat. Ich glaube daran, dass es eine andere Macht ist als Ahmadinejad, die all diese Verbrechen begeht, und wenn er [Ahmadinejad] von diesen Verbrechen wüsste, würde er ganz sicher gegen sie vorgehen. Vielleicht kann er aus irgendeinem Grund nicht zeigen, dass er gegen diese Verbrechen ist - lasst uns hier nicht darauf eingehen.

Meine Mutter, die seit langem auf dem Friedhof arbeitet und Nachtschichten in der Serviceabteilung macht, erzählte uns, dass sie am 13., 14. und 15. Juli Informationen bekamen, dass Leichen von mehreren Unfallopfern erwartet würden, die bei Nacht begraben werden sollten! Wir alle waren überrascht, und ich hatte das Gefühl, dass etwas nicht stimmte.

Ich fragte meine Mutter immer wieder nach den Leichen von den Menschen, die während der Proteste getötet wurden, aber sie wollte meine Gefühle schonen und sprach gewöhnlich nicht darüber, sondern sagte, ich solle mich lieber auf mein Studium konzentrieren. Dieses Mal aber sollten [die Bestattungen] während der Nachtschichten stattfinden. Zwar gab es öfter nächtliche Beerdigungen, wenn es Unfälle gegeben hatte und man wegen Verspätungen mehr Zeit brauchte. Dieses Mal aber waren es drei Nächte hintereinander! Ich wollte meine Mutter eigentlich hinbringen, aber sie sagte, sie würde abgeholt.

Sie kam um 6 Uhr morgens nach Hause, und ich fragte sie, was los gewesen sei. Sie antwortete nicht, aber ich konnte Sorge und Trauer in ihrem Gesicht sehen. Ich fragte noch einmal. Sie sagte mir, ich solle schlafen gehen! Sie hatte am nächsten Tag frei und kümmerte sich um den Haushalt. Ich sah ihre Hände, auf denen Stempelfarbe zu sehen war, so als ob sie ihren Fingerabdruck irgendwo hingesetzt hätte. Ich fragte sie "Möchtest du mir nicht sagen, was passiert ist? Waren das wirklich Unfallopfer?" Sie sagte, ich solle still sein und dass sie sich nicht gut fühlt. Ich fragte nicht weiter.

Um Mitternacht bekam sie einen Anruf auf ihrem Handy, dann wurde sie wieder abgeholt. Dieses Mal kam sie am nächsten Morgen um 7 Uhr zurück und sah sehr traurig und müde aus. Sie ging schlafen. Um 9 Uhr hörte ich sie weinen. Ich stand auf und sagte zu ihr "Entweder sagst du mir jetzt sofort, was los ist, oder ich fahre nach Behesht-e Zahra und finde es selbst heraus". Sie sagte, es sei nichts. Ich sagte: "Dann rufe ich jetzt Tante Mahin (ihre Kollegin) an und frage sie". Meine Mutter sagte, Tante Mahin wisse nichts darüber. Ich sollte erwähnen, dass die Arbeit meiner Mutter sehr hart ist und dass sie deswegen sehr stark ist. Ich habe niemals vorher erlebt, dass sie wegen ihrer Arbeit weint, obwohl sie ein sehr weiches Herz hat.

Ich bestand darauf, dass sie mir sagt, was vor sich geht. Ich musste bei dem Grab meines Vaters schwören, nicht weiterzusagen, was sie mir erzählen würde. Ich willigte ein. Sie holte den Heiligen Koran, und ich musste mich waschen, meine Hand darauf legen und schwören, niemals etwas zu erzählen (ich habe mich sehr gewundert! Es schien sehr wichtig für sie zu sein, all das zu "vertuschen". Nie zuvor hatte sie von mir verlangt, einen solchen Schwur zu leisten). Sie sagte, sie würde dabei hauptsächlich an meine Sicherheit denken.
Jedenfalls leistete ich den Schwur, so wie sie es wünschte. Dann begann sie:

"Vorletzte Nacht (am 13. Juli), als ich in die Abteilung kam, sah ich ungefähr 30 gefrorene Leichen, die zum Auftauen dort lagen. Es waren viele bärtige Männer da, sie brachten mich und meine Kollegen in ein Zimmer. In dem Zimmer war ein älterer Mann mit einem Stempelabdruck auf seiner Stirn. Er sagte uns, dass wir in mehreren Nächten die Leichen einiger Feinde begraben müssten. Er sagte, sie seien antirevolutionär gewesen und hätten sie angegriffen und mehrere ihrer Soldaten getötet. Sie erklärten uns, dass sie die Leichen zur Identifizierung ins Land gebracht hätten, und dass sie abseits von Medien und den Augen von Spionen begraben werden müssten.
Er sagte, wenn wir darüber mit irgendjemandem sprechen würden, wäre unser und das Leben unserer Familien in großer Gefahr. Dann mussten wir unsere Nachnamen sagen, und er schrieb sie auf. Am Ende nahmen sie unsere Fingerabdrücke und erinnerten uns noch einmal daran, was er gesagt hatte. Dann brachten sie uns zurück an unsere Arbeitsplätze. Die meisten Leichen waren männlich, und es gab unter uns auch mehr männliche Arbeiter. In der Frauenabteilung waren wir nur wenige. In dieser Nacht gaben sie uns fünf Leichen von Frauen und Kindern, vollständig gefroren, aber ich glaube, in der Männerabteilung waren mehr als 20 Leichen.
Der Direktor des Friedhofs war auch da, und er sagte uns, dass wir bis 5 Uhr morgens, also vor Sonnenaufgang fertig sein müssten, selbst wenn wir es nicht schaffen würden, alle fünf Leichen vollständig zu waschen und zu begraben. Auf den Gesichtern der Frauen war gefrorenes Blut, und wir konnten schwere Verletzungen in ihren Gesichtern erkennen. Drei von ihnen waren in mittlerem Alter, zwei waren zwischen 20 und 30 Jahre alt. Der Kopf einer der Jüngeren war vollkommen aufgebläht. Das Eis schmolz nur schwer, und sie waren hart wie Holz. So haben wir sie begraben."

Meine Mutter wollte nicht weiterreden über die Dinge, die sie am 14. Juli gesehen hatte, aber ich bestand darauf.

Sie fuhr fort:
"Heute nacht sind wir wieder hingefahren, und es waren vier Mal so viele Leichen dort! Über 100! In der Frauenabteilung gab man uns 23 Leichen ohne Identität. Von den bärtigen Männern (Zivilpolizisten) gab es ebenfalls drei- oder vier Mal mehr als in der Nacht zuvor. An den Toren zum Friedhof standen Wachen, alle Eingänge wurden kontrolliert. Wir fingen an zu arbeiten. Aber wir sagten, dass wir bis 5 Uhr morgens nicht fertig werden könnten. Der ältere Mann mit dem Stempel auf der Stirn kam herein, und wir protestierten, denn Männer waren in der Frauenabteilung nicht erlaubt. Er sagte uns, dass all diese Frauen Prostituierte, Mörderinnen und Landesverräterinnen seien. Er sagte, er würde uns Verstärkung aus der Männerabteilung bringen! Aber es gab auch viele Leichen dort. Jedenfalls kamen drei der männlichen Mitarbeiter (zum ersten Mal) in die Frauenabteilung und halfen uns. Was mich am meisten empörte, war der Anblick der gefrorenen Mädchenleichen, die nicht nur gebrochene Kiefer, sondern auch geronnenes Blut an ihren Genitalien hatten. (Als Karroubi die sexuellen Übergriffe enthüllte, war ich sehr schockiert, denn wir hatten vermutet, dass mit diesen Frauen in der Haft so etwas geschehen sein könnte.)
Heute Nacht waren die Leichen nicht so stark gefroren, aber wir konnten die Markierungen sehen, die das Eis auf ihnen hinterlassen hatte. Unter ihnen waren Mädchen, die jünger als 20 waren. Wir arbeiteten sehr schnell, und mit der Hilfe der Männer waren wir um 4 Uhr morgens mit 14 von ihnen fertig. Dann brüllten die Männer uns an, wir sollten die anderen begraben, ohne sie zu waschen und einzuwickeln. Das haben wir auch getan. Bis 5 Uhr hatten wir 17 Leichen begraben. Sie sagten uns, wir sollten die letzten sechs zudecken und sie begraben lassen, aber ihr Boss sagte, dass es bereits zu spät sei und nur noch wenig Zeit war bis Sonnenaufgang, so dass der Rest in der folgenden Nacht erledigt werden müsste."

Meine Mutter hatte Tränen in den Augen. Sie sagte, sie müsse morgen wieder hingehen, es wäre die letzte Nacht. Meine Mutter hatte von ihren Kolleginnen gehört, dass diese Leichen alle von den jüngsten Protesten gegen die Wahl stammten. Am 15. Juli fuhr sie wieder nach Behesht-e Zahra, und ich konnte nicht schlafen. Ich wartete auf sie. Sie kam gegen 7 Uhr morgens zurück. Ich lief zu ihr und griff nach ihren Händen. Sie setzte sich hin und sagte, ich solle nicht weitersagen, was sie mir erzählt hätte. Sie sagte, dass sie in dieser Nacht die Leichen ohne Vorbereitung begraben hätten, und dazu noch die restlichen Leichen der vorigen Nächte.
Einige Wochen später hörte meine Mutter, dass nicht alle Leichen nach Behesht-e Zahra gebracht worden waren, sondern einige auch an unbekannte Orte. Einer der Angestellten des Bestattungsdienstes, mit dem wir befreundet sind, sagte, dass sie einige Gräber leer lassen mussten, und wenn jemand seinen verstorbenen Angehörigen beerdigen lassen wollte, sollten sie diese leeren Gräber benutzen. Die Nummern der Gräber brauche ich nicht zu sagen, denn die wurden ja von BBC genannt.

Ich sollte noch sagen, dass sie [BBC?] in ein paar Tagen mit dem Direktor von Behehst-e Zahra darüber sprechen werden, warum er Nummern statt Namen für die Gräber verwendet hat. Ich gebe diese Informationen weiter, obwohl ich geschworen habe, es nicht zu tun. Es ist mir egal, was passiert. Auch wenn sie für Mousavi waren und ich gegen sie war, so waren sie trotzdem meine Mitbürger, und mein Leben ist nicht mehr wert als ihres.

Dienstag, 25. August 2009

Interview Alireza Beheshti 23. (?) August 2009

Übersetzung aus dem Englischen: Julia
Quelle: http://enduringamerica.com/2009/08/25/iran-interview-mousavi-advisor-beheshti-on-the-election/

In einem Interview am vergangenen Wochenende mit der Zeitung Etemad hat Mir Hossein Mousavis Berater Alireza Beheshti auf die Ereignisse des Wahltags und der Zeit bis Mitte Juli zurückgeblickt. Das Interview ist eine Schatztruhe voller Informationen und Hinweise auf die Strategien sowohl der Mousavi-Kampagne als auch des Regimes.
Es liefert neue Enthüllungen über den Verlauf der Proteste und die Koordination zwischen Mousavi und Hashemi Rafsanjani vor dem Freitagsgebet vom 14. Juli. Am Schluss beantwortet Beheshti die Frage "Falls man Sie verhaften will - sind Sie bereit?"
mit “Ja, nicht nur ich, sondern auch alle anderen Mitglieder meiner Familie".

(Die Originalübersetzung befindet sich auf der Facebook-Seite von Mir Hossein Mousavi. Wir haben die englische Grammatik leicht verändert, wenn dies zur größeren Klarheit erforderlich war).

Frage (F): Sie sind einer der engsten Mitarbeiter von Herrn Mousavi. Was ist am Wahltag in der zentralen Hauptgeschäftsstelle passiert? Was hat Herr Mousavi an jenem Tag getan?

Antwort (A): Die Geschäftsstelle war auf mehreren Gebieten aktiv, aber an diesem Tag spielte sich das wichtigste beim Komitee zur Sicherung der Stimmen ab. Dieses Komitee hatte ein System zur direkten online-Kommunikation mit unseren Beobachtern in den Wahllokalen eingerichtet.
Natürlich hatte nur eine begrenzte Anzahl von Beobachtern die Genehmigung, in den Wahllokalen anwesend zu sein. Wenn die Behörden sagen "Mehr als 40.000 Vertreter von Mousavi waren in den Wahllokalen anwesend", so sieht die Realität etwas anders aus. Wir hatten etwa 40.000 Freiwillige, für die wir Genehmigungen beantragt hatten, aber nur 25.000 von ihnen haben die Genehmigung und die Plaketten erhalten. Für die übrigen wurden keine Plaketten ausgestellt, und sie durften nicht bei den Wahlkabinen anwesend sein. Auch viele der Freiwilligen, die eine Plakette hatten, wurden aufgefordert, die Wahllokale zu verlassen. Man hat versucht, unsere Beobachter von ihrer Arbeit abzuhalten.
Wir hatten vorhergesehen, dass die Kommunikationsbehörde den drahtlosen Dienst unterbrechen würde, insbesondere den SMS-Service, also hatten wir mit ihnen im Voraus Kontakt aufgenommen, und sie hatten uns diese Dienste für den Wahltag zugesichert. Wir hatten außerdem die Anzahl der Festnetzleitungen im Zentralbüro erhöht. In der Nacht vor dem Wahltag wurden alle drahtlosen Dienste einschließlich SMS geschlossen. Als wir an diesem Abend die für das Komitee installierten Festnetzleitungen benutzen wollten, stellten wir fest, dass alle 300 Leitungen außer Betrieb waren.
Herr Mousavi war ebenfalls anwesend und arbeitete beim Komitee zur Stimmensicherung mit.

F: Als Sie die Unterbrechung der Telefondienste bemerkten - haben Sie den Rat von juristischen Stellen eingeholt?

A: Die Mitarbeiter der Zentrale und auch Herr Mousavi selbst haben wegen dieser Fragen viele Kontakte zu Behörden gehabt, sowohl vor, als auch während, als auch nach dem Wahltag.

F: Wer wurde kontaktiert, in welchem Büro?

A: Wir haben das Innenministerium kontaktiert, wir haben Vertreter dorthin geschickt. Wir haben den Wächterrat konsultiert, das Justizministerium, sogar den Stellvertreter von Ayatollah Khamenei haben wir um Rat gefragt. Wir haben alles getan, was wir konnten, haben aber keinen echten Willen zur Lösung dieser Probleme erkennen können.

Zur selben Zeit haben wir aus dem, was unsere Beobachter uns mitteilen konnten, von massiver Unterstützung seitens der Wähler erfahren - positive und ermutigende Worte von Mousavis Wählern, die aus den Wahllokalen zurückkehrten. Es war gegen 2 Uhr morgens, als wir merkten, dass es bei der Wahl ernstere Probleme gab. Bis dahin war die besorgniserregendste Nachricht gewesen, dass es in manchen Städten, sogar in Großstädten wie Tabriz und Shiraz, nicht genügend Registrierungsformulare für Wähler gab. Es gab auch das Problem der verlängerten Öffnungszeit für Wahllokale. In den meisten vorangegangenen Wahlen hatten die Behörden immer die Öffnungszeiten verlängert, um eine maximale Beteiligung zu erreichen. Bei dieser Wahl jedoch schien es anders zu sein. In manchen Distrikten wurden die Wahllokale schon um 19:30 geschlossen und die Wahlen gestoppt. Das war sehr merkwürdig.

F: Was geschah um 2 Uhr morgens?

A:Es hatte den Anschein, als wären die Behörden nicht länger daran interessiert, die eigentlichen Stimmen zu zählen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Fokus auf "Computer-Stimmenzählung" verlagert - etwas, was eigentlich als Experiment gedacht war.

F: Es ist gesagt worden, dass Ali Larijani [Parlamentssprecher] Herrn Mousavi am Wahltag angerufen und ihm zu seinem Sieg gratuliert hat. Können Sie das bestätigen?

A: Ich erinnere mich nicht an diesen speziellen Anruf, aber ich weiß, dass an diesem Tag viele Beamte und Institutionen anriefen und Herrn Mousavi gratulierten. Die Stimmendifferenz war so groß, dass niemand sich vorstellen konnte, dass das Wettrennen zwischen Mousavi und Ahmadinejad in eine zweite Runde gehen könnte.

F: Gab es einen Gratulationsanruf von Regierungsmitarbeitern?

A: Daran kann ich mich im Moment nicht erinnern.

F: Was war es, was Herrn Mousavi veranlasste, am Wahltag um 23 Uhr seinen Wahlsieg zu verkünden? Dies hat bei den gegnerischen Kandidaten viel Kritik hervorgerufen.

A: Die offiziellen und regierungstreuen Medien hatten Ahmandinejads Wahlsieg in den frühen Abendstunden verkündet. Wir hatten sogar Informationen, dass Zeitungen, die Ahmadinejad unterstützen, ihre Seiten über den Wahlsieg am Donnerstag [der Tag vor der Wahl] vorbereitet hatten. In manchen Fällen haben sie die Seiten modifiziert, so dass sie neutral wirkten. Es war offensichtlich, dass die Wahl sich in eine illegale Richtung entwickelte. Wir hatten bestimmte Statistiken, hatten auch Informationen über Kontakte, die bestätigten, dass Herr Mousavi der Sieger war. Das war der Grund, warum Herr Mousavi sich entschloss, seinen Sieg zu verkünden.

F: Am Wahltag haben wir Angriffe und die erzwungene Schließung der Wahlzentrale Mousavis durch die Behörden gesehen. Wann haben Sie die Behörden kontaktiert, aus welchem Grund haben sie das getan?

A: Einer der sehr verdächtigen Punkte am Wahltag waren die Razzien gegen Mousavis Wahlzentralen und deren illegale Schließungen. Zum Beispiel wurden die Zentralen in Gheytarieh und bald darauf die Hauptzentrale ohne irgendeinen offiziellen Vollstreckungsbewehl geschlossen. Die Behörden, mit denen wir Kontakt aufnahmen, haben uns keine Antwort gegeben und keinen Grund dafür genannt. Unsere Anfragen dazu waren immer einseitig, wir schrieben Briefe und reichten Berichte ein, bekamen aber nie Antworten oder sahen irgendwelche Aktionen seitens der Behörden.

F: Die Bekanntgabe der Stimmenauszählung begann um Mitternacht und dauerte bis 9 Uhr am nächsten Tag [Samstag]. Zwischen 9 Uhr und 12 Uhr Mittags gab es keine Nachrichten. Wie war die Situation in dieser Zeit in den Wahlzentralen, und wie ging es Herrn Mousavi?

A: Wir blieben bis 5 Uhr morgens wach und ruhten uns dann etwas aus. Wir hörten die offiziellen Nachrichten. Die Reaktion der Gegenseite war uns seit 2 Uhr am Vortag klargeworden. Darum waren wir nicht mehr schockiert, als wir die Nachrichten hörten, aber wir waren schockiert über einige Kommentare und Reaktionen seitens des Wächterrats.

F: Am Samstag, nachdem das Endergebnis bekanntgegeben worden war - was plante Herr Mousavi vor dem Hintergrund der ihm vorliegenden Wahlstatistiken?

A: Wir konnten nichts tun, denn unsere Kontakte, die Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe beobachtet hatten, waren am selben Tag verhaftet worden. Die Mitarbeiter der Wahlzentralen wurden innerhalb von zwei Tagen nach der Wahl verhaftet und mit gefälschten Anklagen ins Gefängnis gebracht. Am Samstag waren wir damit beschäftigt, herauszufinden, wer verhaftet wurde, warum unsere Büros geschlossen worden waren, und mit vielen anderen Fragen.

F: Aber am selben Tag kamen viele Menschen auf die Straßen, um zu protestieren, und manche zahlten einen hohen Preis. Wo waren Herr Mousavi und sein ursprüngliches Team an diesem Tag, und was haben sie gemacht?

A: An diesem Tag hatten wir Meetings, denn es ist immer Herrn Mousavis Prinzip gewesen, gewaltsame Konfrontationen zu vermeiden und die Risiken für die Menschen zu minimieren. Wir trafen uns, um einen Sonderaktionsplan zur Erreichung unserer Ziele zu formulieren. Andererseits hatten wir, und haben nach wie vor, keine Intention, die Regierenden zu stürzen. Wir haben uns innerhalb des vom etablierten System vorgegebenen Rahmen beteiligt. Unsere Absicht war es, mit unseren Protesten innerhalb dieses Rahmens zu bleiben.

F: Wir haben schockierende Szenen der sozialen Unruhen zwischen dem Wahltag und dem 15. Juni gesehen. Für den 15. Juni hatten sowohl Herr Mousavi als auch Herr Karroubi Genehmigungen für Demonstrationen beantragt, beide wurden abgelehnt. Trotzdem hielten die Menschen an diesem Tag massive Demonstrationen ab. Haben Sie mit einer derartig hohen Beteiligung gerechnet?

A: Nein, ganz sicher konnten wir uns die Menschenmassen nicht vorstellen, die zu den Demonstrationen kamen. Wie Sie schon sagten, hatten sowohl Herr Mousavi als auch Herr Karroubi Demonstrationsgenehmigungen beantragt, und wir erhielten keine Antwort. Selbst am Mittag dieses Tages wussten wir nicht, ob die Anträge genehmigt oder abgelehnt werden würden. Mittags bekamen wir die Nachricht, dass die Genehmigungen nicht erteilt werden würden. Da wir keinen Zugang zu den nationalen Medien hatten, konnten wir die Menschen nicht darüber informieren und sie nicht auffordern, zu Hause zu bleiben. Wir wollten Sendezeit im nationalen Fernsehen haben, aber auch dies wurde uns nicht genehmigt. Das ist der Grund, warum sowohl Herr Mousavi als auch Herr Karroubi beschlossen, sich an den Demonstrationen zu beteiligen, damit mögliche gewaltsame Zusammenstöße mit Sicherheitskräften vermieden werden könnten.
Wir hatten drei Möglichkeiten, die Proteste zu organisieren. Wir vermieden die, die zu gewaltsamen Zusammenstößen außerhalb des etablierten Rahmens führen würden, und entschieden uns für gewaltlosen zivilen Protest. Die Menschen haben diesen Weg in den Demonstrationen vom 15. Juni akzeptiert. Dies war von uns beabsichtigt gewesen.
Eine weitere Maßnahme bestand darin, dass die wichtigsten Mitglieder der Wahlzentralen auf die Straßen gingen, um mit den Menschen zu reden und sie dazu zu bringen, nach Hause zu gehen. Als wir aber die riesige Welle von Menschen sahen, schlossen wir uns ihnen selbst an. Da die Demonstration nicht genehmigt war, hatten wir kein Disziplinarkomitee organisiert, aber wir sahen, dass die Menschen am 15. Juni bei den Demonstrationen ohne Schwierigkeiten und Verwicklungen dort teilnehmen konnten. Selbst die wenigen Menschen, die Slogans außerhalb des Rahmens skandierten, wurden von den Menschen selbst kontrolliert.
Vor der Wahl waren die Anhänger von Mousavi und Ahmadinejad in den Hauptstraßen der Stadt
[ohne Gewalt] aufeinander getroffen. Damals sagte ich zu einem Freund in der Zeitung "Kalameh Sabz", wenn dies in einem frühen Stadium der Wahl passiert wäre, wäre mit Sicherheit ein blutiger Konflikt daraus entstanden. Diese Begebenheit zeigt, dass die Menschen ein hohes politisches Bewusstsein und Verständnis erreicht haben und keine Schuld tragen an den Brutalitäten, die nach der Wahl passierten.

F: Vor dem Hintergrund der großen Präsenz der Menschen bei der Demonstration vom 15. Juni schien es, dass die Regierung ihre Methode und Ihren Ansatz für die Wahl ändern würde, aber nichts dergleichen geschah. Haben Sie etwas unternommen, um diese Veränderungen zu erreichen?

A: Wir haben viele Ziele verfolgt. Wir haben mehrere Treffen mit vielen verschiedenen rechtlichen Behörden organisiert, um die Wahl grundsätzlich zu überprüfen, denn die Forderung der Menschen war weder die nach einem Regierungswechsel, noch die nach einem Wechsel der generellen Machtstruktur. Ihre einzige Forderung war die Veränderung der Exekutive des Regimes und der Regierung.

….[Die Machthaber] hätten den Wunsch des Volkes mit Hilfe der legalen Instrumentarien erfüllen müssen, aber sie taten das nicht. Wir haben keine Hoffnungen in den Wächterrat gesetzt, von dessen Mitgliedern viele vor der Wahl Dienststellungen zu Gunsten Ahmadinejads besetzt hatten.

F: Es gab Berichte, nach denen Mousavi gesagt haben soll, dass er sich für die nächste Runde nicht nominieren lassen würden, wenn die Wahl für ungültig erklärt würde. Stimmt das?

A: Der Punkt ist, dass einige Personen der Obrigkeit persönliche Probleme mit Herrn Mousavi hatten. Also sagte er: Wenn Sie diese Wahl wiederholen und ich das einzige Problem dabei bin, werde ich mich für die nächste Runde nicht nominieren.

F: Drei Tage nach der Wahl trafen die Vertreter der Kandidaten mit dem Obersten Führer zusammen. Was geschah bei diesem Treffen?

A: Was gesendet wurde, waren die Worte des Obersten Führers; das, was die Vertreter gesagt haben, wurde nicht veröffentlicht. Bei dem Treffen haben die Vertreter der drei Oppositionskandidaten ernsthafte Einwände gegen die Wahl geäußert und die Annullierung gefordert. Sie haben Beispiele für Rechtsverletzungen und Betrug angebracht. Was der Führer bei diesem Meeting sagte, war sehr ermutigend, und der folgende sicherheitsorientierte Ansatz der Regierung für die nächste Demonstration war ein gutes Zeichen, dass das Regime friedlich agieren würde.

F: Was war es, das an jenem Freitag [19. Juni] geschah und die Ereignisse des Samstag [20. Juni] auslöste, als die Reaktion heftig wurde, die Gewalt eskalierte und der Preis für die Menschen sehr viel weitreichender wurde?

A: …. Die Menschen waren nicht gegen das System, sie waren lediglich gegen die Wahl, die innerhalb des Systems stattgefunden hatte. Sie forderten keinen Systemumsturz. Weder das Volk noch die Kandidaten der Präsidentschaftswahl in der Islamischen Republik Iran forderten einen Umsturz... Die Einmischung seitens des Regimes führte jedoch dazu, dass die Menschen das System stürzen und demontieren wollten.
Dies ist der Grund, warum an jenem Samstag solche Dinge passierten und die Sicherheitskräfte sehr viel heftiger reagierten als vorher.

F: Zu jenem Zeitpunkt wurde [der frühere Präsident] Hashemi Rafsanjani gar nicht erwähnt. Hat Herr Mousavi sich mit Herrn Hashemi getroffen?

A: Nein, denn das Problem lag ja bei den Kandidaten, nicht bei Hashemi oder gar [Ex-Präsident] Khatami. Die Angelegenheit stand im Zusammenhang mit der Wahl, und es gab keinen Grund, diese beiden Herren mit hineinzuziehen.

F: Aber wir sahen, dass diese beiden Herren nach einiger Zeit am Protest beteiligt waren.

A: Ja, als das harte Vorgehen der Sicherheitskräfte intensiviert wurde und die Frage nach der Zukunft des Systems aufkam, betraten Hashemi als einer der Unterstützer des Systems sowie Herr Khatami die Bühne. Dieses bedauerliche Verhalten [der Regierung] gegenüber dem Volk, dieses Verhalten, das wir nicht sehen wollten, ist leider geschehen. Wir wussten auch, dass es keinen Raum mehr für zivile Methoden geben würden, sollte sich die Atmosphäre noch mehr militarisieren.

F: Jedes Jahr wurden die Feierlichkeiten zum Tag des 7. Tir offiziell [ein Platz in Teheran] abgehalten, doch in diesem Jahr haben sich die Menschen während der Zeremonie in der Qoba-Moschee [am 28. Juni] auch in die Shariati-Straße bewegt. Was war der Grund?

A: Wir selbst hatten jedes Jahr eine Zeremonie abgehalten, aber dieses Mal war Herr Mousavi anwesend, und natürlich haben viel mehr Menschen teilgenommen. Wir hatten absolut nicht mit so vielen Menschen gerechnet. Aus diesem Grund war es geplant, die Zeremonie innerhalb der Moschee abzuhalten. Dadurch konnten wir allerdings nicht die vollständige Zeremonie durchführen. [Präsidentschaftskandidat Mehdi] Karroubi war bei der Zeremonie anwesend, und Herr Mousavi wollte ebenfalls kommen, doch er kam auf den Straßen nicht durch. Das lag erstens an den Menschenmassen dort und zum anderen an den Sicherheitskräften. In dieser Situation war alles, was ich tun konnte, einen Sprecher von der Polizei dazuzuholen, der die Menschen darüber informierte, dass Mousavi nicht kommen könne.

F: Hat das Sicherheitszentrum vor der Zeremonie mit Ihnen Kontakt aufgenommen?

A: Ja, das Sicherheitszentrum war nach der Auflösung der Zeitung Kalameh Sabz in engerem Kontakt mit uns. Sie haben an wechselnden Tagen mit uns Kontakt aufgenommen. Vor der Zeremonie in der Qoba-Moschee kontaktierten sie uns ebenfalls und erinnerten uns daran, dass sie sich um die Menschen und ihren Protest kümmern würden. In der Zeremonie in der Qoba-Moschee gab es bis zum Schluss keine Gewalt. Leider wurde das Vorgehen gewalttätig, als die Menschen sich Richtung Shariati-Straße bewegten.

F: Warum wurde die Zeitung Kalameh Sabz aufgelöst?

A: Das Büro der Zeitung kontaktierte mich und sagte mir, es seien Sicherheitskräfte ins Redaktionsbüro gekommen. Ich fuhr hin... sie durchsuchten alles, und als ich sie fragte, warum, antworteten sie, dass während der Demonstrationen zum 7. Tir [oder auf dem 7-Tir-Platz am 20. Juni?] einige Protestteilnehmer im Büro Zuflucht gesucht hätten, andere hätten vom Dach aus fotografiert. Später fand ich heraus, dass ihre Behauptungen nicht stimmten, aber selbst wenn sie gestimmt hätten, darf eine Presse- oder Nachrichteninstitution Fotos von wichtigen Ereignissen machen. Wenn ein Reporter keine Fotos davon machen würde, so würde man ihn fragen, warum er es nicht getan hätte und wo er gewesen sei. Was ist falsch daran, Fotos von einer Demonstration zu machen?

Der Chef eines der Sicherheitsteams kam und forderte uns auf, einige Papiere zu unterschreiben. Auf den Papieren stand, dass einige "scmutzige" CDs gefunden worden seien. Sie verhafteten einige Mädchen und Jungen. Ich habe nichts unterschrieben und gefragt, wann diese Dinge hier geschehen seien. Jedenfalls wurde das Büro an jenem Tag geschlossen, und die Journalisten kamen, um ihr Gehalt in Empfang zu nehmen.

F: Was geschah, als Mousavi zum Freitagsgebet [am 14. Juli?] kam? Hatte er sich mit Hashemi Rafsanjani koordiniert?

A: Ja, es geschah in Koordination mit Herrn Hashemi. Er hatte Herrn Karroubi und Herrn Mousavi gebeten, zum Freitagsgebet zu kommen. Gleichzeitig wollten die Sicherheitskräfte seine [Mousavis] Anwesenheit verhindern, und er wollte nicht, dass die Atmosphäre sich verschärfte. Doch er kam, und die Reaktion der Menschen war sehr positiv.

F: Ist es möglich, dass Herr Mousavi oder seine Verwandten verhaftet werden?

A: Nein, ich glaube nicht, dass sie das tun können. Das würde erneut zu einer Atmosphäre erhöhter Spannung und Stress führen.

F: Wenn man Sie verhaften will - sind Sie bereit?

A: Ja, nicht nur ich, sondern auch alle anderen Mitglieder meiner Familie sind bereit.

Donnerstag, 20. August 2009

Teheran-Depesche: Basijis für Mousavi

Von Iran Quest am 20. August 2009
Übersetzung aus dem Englischen: Julia
Quelle: http://iranquest.com/?p=10047

Nicht alle Befürworter von Mousavi sind weltlich eingestellt. Viele, wie mein Freund Omid, sind strenggläubige Moslems, die dem Regime nicht länger vertrauen.

19. August 2009 | " Basij madreseye eshq ast" ("Basij ist die Schule der Liebe") — ein Motto der Basij aus Kriegszeiten, zugeschrieben dem früheren iranischen Premierminister Mir Hossein Mousavi.

Das eingerahmte Portrait des verstorbenen Imam Khomeini im Schulbüro ragte hoch über unseren Köpfen auf.
Der Direktor, ein Invalide und Basij-Veteran des Krieges zwischen Iran und Irak und Organisator der Kampagne für Präsidentschaftskandidat Mir Hossein Mousavi, war sichtlich erschüttert. “Als der Imam starb, dachte ich, es könnte nichts schlimmeres geben. Aber was in diesen letzten Tagen passiert ist..." Eine Woche nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Iran waren viele von Omids Freunden und Kollegen der Kampagne bereits verhaftet oder zum Verhör gebracht worden, Männer, mit denen er während des Krieges ein Vierteljahrhundert zuvor an der Front gestanden hatte. Sie hatten zusammen gearbeitet, um die Wahl für Mousavi zu entscheiden in einer Kampagne, die für sie nicht weniger war als die Verteidigung der Revolution, eine Chance, um das Vermächtnis Khomeinis vor dem unwiderbringlichen Verlust zu bewahren.
Jetzt, wo die Wahl vorüber und es fast sicher war, dass sie gestohlen wurde, hatte Omid angesichts der Möglichkeit, verhaftet zu werden, seine Hoffnung verloren. Er fühlte sich nicht länger sicher in dem Land, dass er einst als Teenager verteidigt hatte. “Bad berim. Bayad az Iran berim.” "Wir müssen Iran verlassen.”

Stimmen wie die von Omid sind in der Berichterstattung über Irans Präsidentschaftswahl kaum zu vernehmen, zweifelsohne deshalb, weil sie nicht in die allgemein anerkannte Handlung der Geschichten passt, die uns aus Teheran erreichen. Diese Geschichten, die zum Teil durch die westlichen Medien unterstützt werden, legen nahe, dass die Opposition primär aus jungen, gebildeten Städtern besteht, die der Authorität des Klerus müde sind und unbedingt eine endgültige Trennung von Religion und Politik wollen. Sie wiederum stehen einem Regime gegenüber, das seine Stärke aus den frommen, armen Städtern und Landbewohnern bezieht, einer hochgradig traditionellen Bevölkerungsgruppe, die eine Annäherung an den Westen ablehnt und die schleichende Modernisierung des letzten Jahrzehnts verdammt, die Satellitenschüsseln und fremden Kulturen, die allmählich die nationale Identität Irans abtragen. Und der Wille dieses Regimes wird auf den Straßen von den Basijis durchgesetzt, den religiösen paramilitärischen Freiwilligen, die eine jüngere Version von Omid sind.

Zusammengenommen repräsentiert diese Szenerie der städtischen Fortschrittlichen gegen die religiösen Konservativen für einige westliche Kommentatoren die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten für die Islamische Republik. In ihren Analysen stellen sie in Frage, ob die Protestbewegung über die Enklaven der Mittel- und Oberklasse Teherans hinaus wirklich populär ist. Nun, wo die Proteste der Straße gegen den Staat in isolierten und unzusammenhängenden Ereignissen verebben, kehren einige Beobachter sogar wieder zu früheren Behauptungen zurück, dass Ahmadinejad die Wahl vom 12. Juni tatsächlich gewonnen hätte. Beinahe zwei Monate nach der Stimmabgabe nähern sich Stimmen aus den U.S.A. und aus Teheran (aus offenkundig unterschiedlichen Motiven heraus) wieder der Wahrnehmung an, dass die Welt den Iran wieder einmal nicht "erfasst" bzw. den "wahren" Iran nicht verstanden habe.

Die Wahrheit ist, dass das Herz der Opposition aus Männern und Frauen wie Omid besteht. Für diese aufrechten Bürger war ihr Glaube Grund genug, für Mousavi zu stimmen, einen Mann, der weithin anerkannt ist für seine Frömmigkeit, Wahrheitsliebe und Loyalität zum verstorbenen Imam. Sie sind Gläubige, Iraner, die sich dem Versprechen der Islamischen Republik als einem ethischen Projekt verpflichtet fühlen, einem Mittelweg aus Autonomie und tragfähiger Modernität, ohne die materiellen Exzesse und den Säkularismus in Europa und den U.S.A., China und Indien. Tief religiös und dem Andenken Khomeinis verpflichtet, haben sie in großer Zahl für Mousavi gestimmt, um die Kontrolle über ihre Vision des Islam und die postrevolutionäre Staatsbürgerschaft zurück zu gewinnen, die nun von Ahmadinejad und seinesgleichen entstellt wird.

In den Monaten und Wochen vor und nach der Wahl hatte ich die Gelegenheit, mit vielen solchen Wählern zu sprechen. Die meisten waren ehemalige Basiji, Männer wie Omid, die sich in den 1980er Jahren, als sie noch auf die Oberschule gingen, freiwillig zum Kampf gegen Saddam Husseins angreifende Armeen gemeldet hatten. Sie arbeiten heute als Direktoren und Lehrer in vielen der besten privaten islamischen Schulen Teherans, die in dem Ruf stehen, ehrerbietige, ihrem Glauben und der Wissenschaft verpflichtete Absolventen hervorzubringen.

Als geehrte Kriegsveteranen und respektierte Lehrer stehen diese Menschen auf dem Kreuzweg der Vergangenheit und der Zukunft Irans. Es ist eine Zukunft, die viele von ihnen zum ersten Mal in ihrem Leben in Frage stellen.

In unseren Gesprächen betonten sie, dass sie diese Wahl und die darauffolgenden Entwicklungen als einen Kampf um Authentizität sehen, um das Recht, zu definieren, was einen guten Moslem ausmacht. Sie fühlten sich angegriffen von einer Regierung und einer Führung, die nicht willens ist, triviale Politik von dem zu trennen, was sie als erhabene Botschaft des Propheten und des Imams ansahen. Als Lehrer waren sie durch das Vorgehen der Regierung während und nach den Wahlen in ein Dilemma geraten, vor allem durch das Vorgehen des Obersten Führers Ali Khamenei. Ein Politiker wie Ahmadinejad, der in eine Kamera blickt und Lügen über die Inflation und die Arbeitslosigkeit erzählt, ist eine Sache - was aber sollten sie über Khameneis dann folgende Bestätigung dieses Präsidenten denken? Was sollten sie ihren Schülern sagen, wenn sie im Herbst wieder in die Schulen kommen würden?

Einer der Direktoren sagte mir, er und seine Kollegen würden versuchen, diesen Kindern beizubringen, gerecht und ehrlich zu sein. Indem er einen Mann unterstützte, der keins von beidem ist, war Khamenei seiner Verantwortung nicht gerecht geworden. "Dieser Mann kann nicht länger Führer sein".
Ein anderer Direktor, mit dem ich sprach, war sich weniger sicher über das weitere Vorgehen. "Wenn unsere Väter "Tod dem Schah" riefen", sagte er, "dann geschah das, weil sie dessen Regime als islamfeindlich ansahen. Aber meinen eigenen Sohn "Tod Khamenei" rufen zu hören - das ist zu viel. Ich finde es schwierig zu akzeptieren, weil er gegen eine Regierung der Religion, eine Regierung des Islam protestiert."

Konflikte wie diese haben sehr viele meiner Interviewpartner veranlasst, zu überdenken, ob die Islamische Republic an sich noch realisierbar sei. Vor allem betonten sie, dass der Islam bewahrt werden müsse. Wenn das System verändert werden müsse, so solle dies geschehen. Vielleicht war nur Ayatollah Khomeini zum Obersten Führer befähigt, wie der "Charismatische Führer" des Soziologen Max Weber, der keinen ebenbürtigen Nachfolger hat. Einer der Lehrer drückte es so aus: "Vielleicht ist diese Position [des faqih, oder des Obersten Führers], diese Verantwortung, wie eine reife Frucht. Köstlich, süß, dem Auge schmeichelnd, lockt sie irgendwann Fliegen an."

Veränderung ist das Thema dieses Jahres, eifrig aufgenommen von den Massen im Iran und in den Vereinigten Staaten. Veränderungen erfordern es, dass wir den anhaltenden und schädlichen Vermutungen über den Iran ein Ende setzen - der Wahrnehmung, dass die Religiösen reflexartig von Ahmadinejads Art der Politik angezogen werden, oder dass es einen "authentischen" Iran gibt, der irgendwo südlich des Vanak Square angesiedelt ist. Wenn wir verstehen wollen, wohin sich die noch im Aufbau begriffene gesellschaftliche Bewegung im Iran bewegen könnte, würden wir gut daran tun, unser Augenmerk auf unerwartete Orte zu richten, auf Menschen wie Omid zu achten. Die Tiefe der iranischen Oppositionsbewegung sollte an den Protesten und Aufschreien dieser Menschen gemessen werden und nicht nur denen der jugendlichen Abtrünnigen der Nation, diesen nicht Gläubigen, die die Idee einer Islamischen Republik niemals überhaupt je akzeptiert haben.

Omid und seine Gefährten marschieren nicht deshalb auf den Straßen, weil sie weltlich sind oder ein Interesse daran haben, Iran den USA ähnlicher zu machen. Nein, sie stellen sich der gegenwärtigen Regierung in deren eigener Sache entgegen, im Namen des Islam.

Von Shane M. - Salon.com

Anmerkung der Redaktion: Aus Gründen der persönlichen Sicherheit hat der Autor seinen Namen geändert. In früheren Artikeln hat er sowohl "Anonymous" als auch das oben genannte Pseudonym verwendet.

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Themenbezogener Link (auf Englisch):
http://www.huffingtonpost.com/narges-bajoghli/devouring-their-own-the-b_b_264939.html

Deutsche Übersetzung: http://lilalinda-juliasblog.blogspot.com/2009/08/basiji-in-islamic-republic-auf-deutsch.html

Donnerstag, 6. August 2009

My very personal chronic of incidents in pictures and words

Amir Javadi Langeroodi's funeral (posted Oct.4 2009)


September 3, 2009
I lost track regarding fresh news of the day, since I am absorbed in translating whatever I find, which naturally is at least one day behind. This photo is remarkable (I don't know when it was taken). Allegedly, they kiss the ground where Khamenei had walked by.




September 2, 2009
Iftar at Evin. Ahmadinejad, Khamenei and all their followers - may they look into those faces and be haunted by the look in their eyes.









August 31, 2009
Apparently, the Human Rights Tribunal in Den Haag has been provided with audio-, video- and text material documenting torture and human rights violation in Iranian prisons. Thanks to all who contributed to this.
http://www.londonfreelance.org/Iran/videos.html#video

August 30, 2009 (Ramadan)
It has become slightly more difficult for me to follow up on developments in Iran, mainly because I am very busy in my life while trying to do as many translations as possible. This explains the break in my chronic. Many interesting fragments of news arrive every day, but I am simply not able to read them all. The main point, for me, seems to be a noticeable growing confusion in the government and its authorities. Statements of Khamenei that a western involvement into the unrests could not be proven, while Ahmadinejad keeps on singing the same song about "the enemy" is just one example for this impression.
We will see. It is a very strange phase, I just cling to translating everything I manage and that makes sense to me to German without really knowing if anyone needs to have it. There is a new group on facebook translating stuff from Farsi to English, I think that's just great. We depend on them.
If you want to organize a revolution - ask Iranians. They are so professional about it!

August 22, 2009
http://www.latimes.com/news/nationworld/world/la-fg-iran-graves23-2009aug23,0,3229813.story?track=rss

August 22, 2009, in front of Evin prison


August 22, 2009
Narges Bajoghli "Devouring their own - the basij in the Islamic Republic"
http://www.huffingtonpost.com/narges-bajoghli/devouring-their-own-the-b_b_264939.html

August 21 2009
France24 writes about "watchmeconfess":
http://observers.france24.com/en/content/20090820-make-confession-iranian-regime-mohammed-ali-abtahi-farce

August 21 2009
Yummy. Ahmadinejad and the peach issue (copied/pasted from EnduringAmerica http://enduringamerica.com/2009/08/21/the-latest-from-iran-21-august-political-battles/):

"We’ll take advantage of the pause to feature the “hot” story on the Internet about the broadcast, noting the President’s remarks about his outgoing Minister of Health, Kamran Lankarani: “In his TV appearance last night, Ahmadinejad praised him as one of the most able administrators of his previous cabinet and said: ‘I have a special personal interest in him, a pious and faithful young man. Once I said he is like a peach, one wants to eat him!”



I leave further interpretation and analysis up to EA readers."

August 21 2009
a forced confession (in Farsi)
http://www.youtube.com/watch?v=71qBFlztuFE

August 21 2009
for reading and maybe translating later: A rift in Mousavi's new Green Path of Hope organization http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/KH22Ak01.html

August 20 2009
I found a great article explaining the motivations, goals, and backgrounds of a part of the protest movement that has not really been covered by the news yet. Must read. It is essential to understand the direction this movement might take, and, more important, it might NOT take.
http://iranquest.com/?p=10047
My translation to German: http://seaofgreen-germany.blogspot.com/2009/08/teheran-depesche-basijis-fur-mousavi.html

August 19 2009
Another day of translating from morning to night, interrupted by my job and my kid. I want to post this article on Mousavi's past, since I posted the Khatami-press-conference-video earlier wondering what kind of people the reformists are when I stop looking at them through the prism of my projections from my western democracy background.
http://iranquest.com/?p=10029

August 19, 2009
on rape in prisons http://www.madyariran.net/?p=1437

August 18, 2009
Apart from Ayatollah Sanei's speech at Gorgan, where he at the end of his very sophisticated speech implied that Ahmadinejad was a bastard
(http://iran.whyweprotest.net/green-brief/33324-green-brief-56-august-16-mordad-25-a.html)
... besides I think it is time to finally mention Mousavi's new social organization (NOT political party) "Green Path of Hope" http://iranquest.com/?p=9911
I am just so busy translating Briefs, Newsletters, and Articles besides my work and my family that ironically I don't find time to actually read the news.

August 17, 2009
I heard today there were quite big protests in Tehran, and some clashes, maybe even shooting. I admit I was so busy translating texts on Iran's prisons that I simply didn't have time to pay attention to the news. For today I am posting an article (in German) providing interesting analysis of the structures of the political establishment in Iran (with special thanks to Sona, who usually searches - and finds - the German press for really valuable analysis)
http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/der-durchmarsch-der-gardisten/

August 15, 2009
Babak Daad's piece on rape and sexual abuse in Iran's prisons
http://seaofgreen-germany.blogspot.com/2009/08/brief-von-babak-daad-15-august-2009.html
Deutsch: http://seaofgreen-germany.blogspot.com/2009/08/brief-von-babak-daad-15-august-2009.html

August 14, 2009
Hardliners used the Friday Prayer as an opportunity to spread flyers calling for a gathering at the office of Karroubi's Etemade Melli newspaper on Saturday.

Karroubi welcomed them to discuss issues in a calm atmosphere, whereupon they did not show up.

I must say that I like Karroubi more and more.



United Nations start expressing concern about human rights situation in Iran
http://iranquest.com/?p=9514

August 13, 2009
Very strange, there seems to be no confirmed news from yesterday's bazaar protest, no video, just quite contradictive reports. Apparently it was neither big nor spectacular, maybe it didnt happen at all.
I spent the day translating, first the SIC newsletter, then Green Brief (which has started coming out again yesterday). My favourite quote from the GB of today:
"20. Ayatollah Mesbah Yazdi today said that obeying Ahmadinejad was obeying God. Speaking to a group of Basiji artists in Qom, he also praised Khamenei and said the Supreme Leader was a light of the last Imam and that the unrest had been targeted at him."

Interesting background analysis on Amerika-Iran
http://online.wsj.com/article/SB20001424052970204908604574336690663256038.html

August 12, 2009
Today, for the first time the bazaar in Tehran was closed down due to protests. Security forces and basij were present in Naser Khosro, Bouzar Jomehori other streets leading to the bazaar, beating, clashes and arrests are being reported on twitter. People were chanting "Down with the dictator" & "This poor government is illegitimate" (iranbaan). IRIB apparently sent a filming team to the bazaar to show how calm it was there. (?) Bazar protests are reported also from Tabriz, Mashhad, Isfahan, Ahvaz & Shiraz.

And another piece of news is that M. Shahroudi is going to be replaced as Head of the Judiciary - by Sadeq Larijani, brohter of parliamentary speaker Ali Larijani. ehemmm.


August 11 2009
Hashemi Rafsanjani finally withdrew from this week's Friday prayer. But why?
http://enduringamerica.com/2009/08/10/more-iran-drama-will-rafsanjani-lead-this-fridays-prayers/

CNN's report on detention centers
http://edition.cnn.com/2009/WORLD/meast/08/11/iran.larijani/index.html

Watchmeconfess 10


August 10
Letter from Mahdi Karroubi to Hashemi Rafsanjani, dated 12 days ago and remained without answer for 10 days.
http://enduringamerica.com/2009/08/10/iran-the-karroubi-letter-to-rafsanjani-on-abuse-of-detainees/

August 9
A weird feeling catches me today. Something seems to change profoundly. I can not name it. Green Briefs have stopped coming out, I feel cut off from journalistic information and resorted to translating the daily newsletter of the Student Information Center. Still, the feeling is weird. I received masses of fragmented information today, mostly from Twitter, and I don't really know what to write today. Maybe this is a good opportunity to pay my respect to the Mourning Mothers.


Another "concession" of Iranian officials: it seems negligible, but it shows they start feeling the pressure. Small steps backwards to appease the public? Or the beginning of the government's stumbling? Or both?
http://www.guardian.co.uk/world/2009/aug/09/iran-protesters-torture-election

August 8, part II of mass trials in Tehran. It's BBC, Mossad, and Google Translate this time.
http://www.stumbleupon.com/s/#20llo6/www.time.com/time/world/article/0,8599,1915399,00.html/

Clotilde Reiss is among the defendants
http://www.google.com/hostednews/afp/slideshow/ALeqM5ht9IZ3fhiO-NTl2UcCS_aPBZLiKA?index=0










Fereshte Ghazi's report on the trials with details from "confessions":
http://www.roozonline.com/english/news/newsitem/article/2009/august/09//accusations-ranging-from-assassination-to-espionage.html

We will never forget


August 7, 2009
Oh no, not another one, and certainly NOT BAN KI MOON?!?!? Where did all our petitions go?????!!!!!!!!
http://televisionwashington.com/floater_article1.aspx?lang=en&t=2&id=12877
From August 12: UN did not "congratulate" Ahmadinejad
http://uk.reuters.com/article/idUKN1213573120090812

Excellent analysis of the ideological surroundings of the post-election situation by Omid Habibina
http://www.iranian.com/main/node/76035

August 7, 2009 (Tehran time, here it's still August 6!)


August 6, 2009
that made me feel good: EU shuns reelection of AN
http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5j_PxuRFLy3fR8tHeRt6FhPdKw98QD99TBGNG2

An hour later, we saw this - amazing, how fast e-mails work ;)
http://www.reuters.com/article/politicsNews/idUSTRE57441U20090805
No, Mr. Gibbs, that is NOT enough. What do you think? I want an answer...

I thought I would leave him an e-mail
http://lilalinda-juliasblog.blogspot.com/2009/08/letter-to-mr-gibbs-august-5-2009.html

August 5 2009
White House Spokesman Gibbs, when asked whether U.S. Government will accept Ahmadinejad as president of Iran, just said "well, he is the elected leader". WHAT??
http://www.whitehouse.gov/the_press_office/Briefing-by-White-House-Press-Secretary-Robert-Gibbs-8/4/09/

Report from Tehran of August 5, 2009 (inauguration day)
http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/8186677.stm
Report from Iran News Digest:
http://www.irannewsdigest.com/2009/08/08/city-in-control-of-the-military/

August 4, 2009
Thank you, Mr. Obama, Mr. Sarkozy, Mr. Brown and Angela Merkel, for not congratulating Ahmadinejad - and I am very disappointed of Sweden and those EU-countries who do not boycott his presidency
http://www.ftd.de/politik/europa/:Widerspruch-zum-harten-Kurs-EU-knickt-gegen%FCber-Iran-ein/548729.html


Without date, for the records.
Don't watch it, if you feel not strong enough to face hell.


This was the night after the endorsement ceremony. A night after a day of heavy clashes, overwhelming presence of people in the streets. We have to expect news of more arrests, maybe even of more dead. But listen to this:


Look who attended Ahmadi's endorsement ceremony (red circle):



My video response to August 1 show trials

on August 4 this even made it to some "headlines":
http://www.rferl.org/content/Hey_Dictator_Watch_Me_Confess/1792100.html


August 3, 2009. Stop smiling, Ahmadi - you will not last long, neither will the rest of your inhumane, criminal, cruel regime


Eine nachdenkliche Stunde am 1. August. Wer sind die Heiligen der momentanen Opposition eigentlich? Was machen wir aus ihnen? Was vergessen wir?
http://video.google.de/videoplay?docid=309483525485342043&hl=de
Nachtrag am 13. August: Das Video geht mir nicht aus dem Kopf. Vielleicht ist meine Irritation gar nicht so sehr in Khatamis Person begründet als vielmehr in der Erkenntnis, dass "Opposition" und "Streben nach Reformen" und "Wunsch nach Demokratie" im Iran anderen Zwängen, kulturellen Zusammenhängen und Mentalitäten unterworfen und deshalb vielleicht meinen Vorstellungen ganz fern ist. Vielleicht war dieses Video ein Vorgriff auf künftige Enttäuschungen, wenn ich meine Projektionen in die Grüne Bewegung werde korrigieren müssen.


August 1, 2009
Mock trials on prominent figures of the opposition. We were shocked to see them there - had not expected prominent names in that place at that time. We were also shocked by the appearance and physical state of Muhammad Ali Abtahi, and of what he was forced to say.
http://iranquest.com/blog/?p=8741


Translation of the indictment: http://enduringamerica.com/2009/08/12/translated-text-the-indictment-in-the-tehran-trials/
Live blog from the trial http://shooresh1917.blogspot.com/
The fake was even faker :http://lilalinda-juliasblog.blogspot.com/2009/08/show-trial-on-mohammad-ali-abtahi.html

July 31
This made me really angry. Iran officials arrest an Iranian-German staff member of the German Knauf Company and release him under the precondition that Knauf strictly prohibits its staff to participate in protests AGAINST the government.
http://online.wsj.com/article/SB124900417227095813.html

July 30:
Memorial of Neda's 40th death day. Originally it was planned to hold the memorial at Tehran's Mosala mosque. But the officials denied approval last-minute. So the event was relocated on short notice to Beheshte Zahra cemetry, which is situated approx. 50 km outside Tehran.
Kia predicted that the metro would probably be closed in order to prevent people from going there. And so it was. Nevertheless, about 40.000 people gathered at Behesthe Zahra, including Mir Hossein Mousavi, who was not allowed to even get out of his car, and Mahdi Karroubi, who held a speech.
http://www.youtube.com/watch?v=W3d1KAbtm98
http://www.enotesunderground.com/

Later on July 30, thousands of people protested in the streets of Tehran, Isfahan, Rasht, Mashad, and some others. Clashes were reported despite a reported instruction by Khamenei to the security forces to not impose any violence on the mourners (who were not allow to mourn).
http://www.youtube.com/watch?v=DYVKdaRgRGE
http://www.youtube.com/watch?v=sAHQkaRUp24
http://www.youtube.com/watch?v=7EcE1uMk6LM

(pay attention to the bullet fired at 0:49 - you can see the guy aiming with the pistol at 0:47 behind the pole).

On the highway to free Iran:


Reports on the events of July 30
http://edition.cnn.com/2009/WORLD/meast/07/30/neda.iran.memorial.protests/index.html?eref=rss_world
And from CNN:
http://edition.cnn.com/2009/WORLD/meast/07/30/neda.iran.memorial.protests/index.html?eref=rss_world#cnnSTCVideo
Eyewitness reports:
http://tehranbureau.com/updates-8-mordad-30-july/

July 30
Neda Agha Soltan's mother had withdrawn her promise to attend the protests at Beheshte Zahra for "undisclosed reasons". She was reported to have mourned in a parkby herself.
http://news.gooya.com/politics/archives/2009/07/091508.php

Kahrizak, July 28 2009
http://talentedmoron.blogspot.com/2009/07/detention-camp-that-makes-guantanamo.html

We will never forget you.
http://www.persia.org/list/

Mir Hossein Moussavi's important speech of Monday July 27 in English
http://www.facebook.com/note.php?note_id=112950157605&id=45061919453&ref=nf

Part of democracy is to listen to people you don't agree with. To set an example, I post the viewpoint of Fars News about conditions in Iranian prisons. I don't think they deserve the attention, though. This is not a viewpoint, it is cynicism.
http://english.farsnews.net/newstext.php?nn=8805061361

A list of the victims who have died in the postelection unrests
http://iranrevolution.wordpress.com/revolution-martyrs/

Monday July 27 2009 - Amir Javadi Langeroodi has died in detention

Ein deutscher Popsong, der zum Motto der Protestbewegung in Deutschland geworden ist:
"Was wir allein nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen... wir müssen geduldig sein, dann dauert es nicht mehr lang"
http://www.youtube.com/watch?v=39yp_hi9_q8

GLOBAL DAY OF ACTION - United4Iran has finally arrived. We had a very very good day in Cologne with lots of petition signing, letter signing, signature collecting, discussing and networking.
Cologne protests:
http://www.youtube.com/watch?v=8lA7Z5ixAW4
http://www.youtube.com/watch?v=fLDp-2MCSRo
http://iranian-koeln.blogspot.com/
http://www.youtube.com/watch?v=FgC-wYzYrhA

http://www.youtube.com/watch?v=_ROa98MCPBc
http://www.youtube.com/watch?v=qc2iba9-wbM
http://www.youtube.com/watch?v=vjWYyOnYymY
http://www.youtube.com/watch?v=S5pswDghKsM&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=s6WJa1Az9Ew&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=AVO5EIMjW0o&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=n7W43EzQAOM&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=FgC-wYzYrhA&feature=related

And the Green Scroll was unveiled at the same time.
http://www.youtube.com/watch?v=7m6ce78JQBQ
http://www.youtube.com/watch?v=cwjFBx_5aS4&feature=related http://www.youtube.com/watch?v=XPvpX5NlcVw
http://www.youtube.com/watch?v=yPSmClUPSjQ
http://www.youtube.com/watch?v=aEnW0lTSB7s
http://www.facebook.com/video/video.php?v=1186393292414&oid=51154779986&ref=nf
http://www.youtube.com/watch?v=1YIvdkBqyvk&feature=related

Preparation of Green Scroll petition in Paris - huge work!
http://www.youtube.com/watch?v=JTtUiYEC2Y4&eurl=http%3A%2F%2Fwww.whereismyvote.fr%2F&feature=player_embed

July 24 - another vivid discussion on Facebook about USA's possibilities of influence and support to the protest movement. At the end of the day Farid posted an article that miraculously answered most of the questions for me:
http://www.carnegieendowment.org/publications/index.cfm?fa=view&id=23419

Today, July 23, everyone was making fun of Mojtaba Zounnour, rep. of Khamenei to the Revolutionary Guards, claiming the protests were organized prior to the election by a group of 300.000 people who in advance to the election had armed themselves with tear gas, all of which occurred with the help of BBC. A lot of joking was taking place in the Green Brief forum.
This is the other sad reality:
http://enduringamerica.com/2009/07/22/iran-a-list-of-those-killed-and-detained-21-july/









Green Scroll Petition to be hung on Saturday July 25 in Paris... today we were told it is almost 2000 m long - enough to wrap the Eiffel Tower?




July 22, 2009: Opposition beginning to take shape? And, daily, as it seems, more rifts show among clerics and regime.
http://www.latimes.com/news/nationworld/world/la-fgw-iran23-2009jul23,0,5061347.story

Whoever still believes this is about "student protests", listen to this 66 year old lady calling from Tehran. Hear what she has to say: (July 21, 2009)



http://azadandish82.blogspot.com/2009/07/blog-post_20.html

July 21. Green briefs in the morning, Allahu-akbars in the night - this has become my daily routine. Here is the rooftop diary with daily signals saying "it is not over, we have just begun" http://www.mightierthan.com/2009/07/rooftop/

On July 19, the day Mohammad Kamrani's death under torture was reported in the Green Brief I had to translate, I thought I could not bear it any longer. A kind soul on twitter posted this ancient Swiss protest song for NiteOwl. Right on time to restore me. In gratitude to @topastro:
http://www.youtube.com/watch?v=A7uHWQEHcp0&feature=player_embedded

The much-expected Friday prayer sermon of Hashemi Rafsanjani, Friday July 17.
It took us a couple of hours to digest that, and slowly it settled in our minds: This means green light for the protests, it is far from being over! A day of enthusiasm followed... but only one. After that came July 19.
http://www.khandaniha.eu/items.php?id=794
compilation in English:
http://iran.whyweprotest.net/news-current-events/15065-july-17th-sermon.html

Shahin Nazafi "Aduye to nistam man - enkare to am"
("I am not your enemy, I am your negation")
the song which keeps me going on
http://www.youtube.com/watch?v=6139Etc_Uww&feature=player_embedded

From 2004 and looking so familiar
http://www.pbs.org/frontlineworld/watch/player.html?pkg=302_iran&seg=1&mod=0

Not a video, but a very nice pic
http://www.expressen.se/sport/golf/1.1643892/stenson-hyllar-van-med-ett-gront-band

An analysis of Iran's security apparatus
http://www.youtube.com/watch?v=rh9drivhDrA

Basij - what's that?
http://online.wsj.com/article/SB124726981104525893.html

"Sueddeutsche Zeitung" still talks about "Studentendemos" (July 9, 2009) - unbelievable, and it made me really angry. I regret the comment I posted, though - should have said more.
http://www.sueddeutsche.de/politik/556/480041/text/

Knüppel made in Germany (instead of the famous enough Nokia-Siemens deal)
http://www.youtube.com/watch?v=RfuDOO3JgD0

Faces of those missed, detained, and killed
http://www.youtube.com/watch?v=lDbK-eyxRZY

Forced confessions
http://www.youtube.com/watch?v=xplniUGhZNo&feature=channel

A view on modern Iran in pictures
http://www.youtube.com/watch?v=RfuDOO3JgD0

Yare Dabestani in the street
http://www.facebook.com/home.php?ref=logo#/video/video.php?v=1077364774423&ref=nf

Yare Dabestani in da house
http://www.youtube.com/watch?v=lDbK-eyxRZY

One of the first rooftop chants
http://www.youtube.com/watch?v=RfuDOO3JgD0

Death to the dictator June 28, 2009
http://www.youtube.com/watch?v=qJ7s-GbU_gU

Green Balloons on June 26 - video was deleted, but it's good to remember it was there
http://www.youtube.com/watch?v=qJ7s-GbU_gU

Obama smashing insects and giving us a laugh break
http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/8104495.stm

The photoshopped rioter - one of my favorites. Mind his outfit, the reading glasses, and the way he holds the gun. This was meant to prove violence of protesters (implying security forces restoring calm).
http://iranngirl.blogspot.com/2009/06/5.html

June 20, the second shock that made our hearts freeze for days
http://iranian009.blogfa.com/post-45.aspx
http://www.facebook.com/home.php#/video/video.php?v=1188064018930&ref=share (Shiraz University)
http://www.facebook.com/home.php#/video/video.php?v=1103260792271&ref=share
http://iranngirl.blogspot.com/2009/06/5.html
http://www.youtube.com/watch?v=v2MCARhjqIU

Who cares, said Ahmadinejad - I became president again, not my business what goes on in the streets of my country. I wanna go to Russia and do world politics with Mr Medvedev!
http://www.youtube.com/watch?v=EjtjIIG7gHE

June 15, the first shock
http://www.facebook.com/home.php#/video/video.php?v=1017586856546&ref=share

A crucial moment - police and protesters hand in hand
http://www.youtube.com/watch?v=b68YttA0oMU&NR=1

How it all began - excellent report. Must see!
http://www.youtube.com/watch?v=LSITy_taD3E